Rentenlücke verstehen und füllen: Was die gesetzliche Rente (nicht mehr) kann und warum private Vorsorge nötig ist

Besuchen Sie uns auch auf

Selbst, wer bis zum Ruhestand noch viele Jahrzehnte hat, dürfte mit einem Begriff aus dem Bereich der Altersvorsorge (unangenehm) vertraut sein: der Rentenlücke. Das Wort ist in aller Munde und erfüllt auch und gerade die Jüngeren mit Sorge im Hinblick auf ihre finanzielle Absicherung im Alter. Doch was genau hat es mit diesem ominösen Defizit auf sich, und wie lässt sich die Rentenlücke füllen? Genau diesen Fragen wollen wir heute einmal auf den Grund gehen.

Rentenniveau sinkt

Das Leben als Rentner in Deutschland sollte eigentlich gut abgesichert sein, schließlich zahlen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer während ihres Berufslebens jeden Monat einen stattlichen Obolus in die gesetzliche Rentenversicherung ein: 18,6 Prozent des Bruttolohns, jeweils zur Hälfte vom Arbeitgeber und dem Beschäftigten getragen, fließen derzeit in diese gesetzliche Vorsorge – damit sollte sich der Lebensunterhalt als Rentner doch decken lassen. Doch weit gefehlt, denn die Realität sieht leider ganz anders aus: Für die meisten werden die Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung nicht dafür reichen, den bisherigen Lebensstil im Alter weiterhin zu finanzieren.

Genau hier liegt die gefürchtete Rentenlücke: Sie bezeichnet die Differenz zwischen dem gewohnten Einkommen und den Rentenzahlungen, die Du im Alter bekommst. Experten empfehlen etwa 80 Prozent des letzten Nettoeinkommens als Richtwert für den Ruhestand. Liegen die Einkünfte deutlich darunter, wird es zunehmend schwierig, den gewohnten Lebensstandard im Alter beizubehalten.

Sieht man sich das aktuelle Rentenniveau an, wird das Problem schnell offensichtlich. Die Kennzahl setzt die Standardrente ins Verhältnis zum durchschnittlichen Arbeitseinkommen und dient damit als Gradmesser dafür, welchen Teil des früheren Einkommens die gesetzliche Rente typischerweise ersetzt. Und das Rentenniveau liegt derzeit bei gerade einmal 48 Prozent – weit entfernt von den empfohlenen 80 Prozent. Dabei ist dieser Wert wahrscheinlich noch nicht einmal das Ende der Rentenlücke, die es künftig zu füllen gilt: Das Rentenniveau ist seit 1977 nahezu kontinuierlich gesunken und liegt seit 2012 unterhalb von 50 Prozent – und dieser Abwärtstrend dürfte sich auch in der Zukunft fortsetzen, denn das gesetzliche Vorsorgesystem steht vor einer zentralen Herausforderung: Die Menschen werden immer älter.

Die Bevölkerungsentwicklung und unser Rentensystem

Die Ursache für die Rentenproblematik findet sich im Aufbau des deutschen Rentensystems, denn dieses funktioniert nach dem Umlageprinzip. Das bedeutet: Mit den Beiträgen der heute arbeitenden Generation werden die Zahlungen an die aktuellen Rentner finanziert. Es gibt also kein persönliches Konto, auf dem Deine Einzahlungen über Jahrzehnte für Dich angespart werden. Stattdessen basiert das System auf einem Gleichgewicht zwischen Einzahlern und Empfängern. Und dieses Verhältnis kippt: Die Menschen werden immer älter und beziehen dadurch länger Rente, gleichzeitig rücken weniger junge Beitragszahler nach. So wird die Finanzierung immer schwieriger, und die Leistungen für die Ruheständler müssen nach unten angepasst werden. Berechnungen der Bundesregierung zufolge dürfte das Rentenniveau so bis 2035 auf 45,1 Prozent sinken. Die Rentenlücke, die zu füllen ist, wächst also weiter.

Mit betrieblicher oder privater Altersvorsorge die Rentenlücke füllen

Die gesetzliche Rente kannst Du heute also nur noch als eine Art Grundversorgung sehen, die eine gewisse finanzielle Basis bildet, Dir aber keine vollständige Absicherung fürs Alter bieten kann. Um diese zu erreichen, braucht es zusätzliche Bausteine. So kannst Du beispielsweise direkt über Deinen Arbeitgeber eine Zusatzrente aufbauen, und zwar über die betriebliche Altersversorgung (bAV). Hier zahlt entweder Dein Chef zusätzlich zu Deinem Gehalt in eine Form Altersvorsorge ein, oder Du kannst die sogenannte Entgeltumwandlung nutzen. Hier wird Dein Beitrag direkt von Deinem Bruttogehalt abgezogen – mit dem Vorteil, dass Du für diese Summe keine Steuern und Sozialabgaben zahlst. Da auch der Arbeitgeber dadurch Sozialversicherungsbeiträge einspart, gibt es gegebenenfalls sogar von ihm einen Zuschuss: Je nach der tatsächlichen Ersparnis bei den Sozialabgaben muss Dein Chef bei der Entgeltumwandlung in Direktversicherung, Pensionskasse oder Pensionsfonds bis zu 15 Prozent Deiner Einzahlung hinzuschießen.

Natürlich kannst Du auch privat vorsorgen, beispielsweise mit einer fondsgebundenen Rentenversicherung oder einem Fondssparplan. Auch hier kannst Du schon mit überschaubaren Beträgen einiges erreichen. Entscheidend ist zum einen, überhaupt aktiv zu werden und zum anderen, so früh wie möglich zu starten. Denn der entscheidende Faktor bei der Altersvorsorge ist die Zeit. Wer früh beginnt, zahlt über die Jahre nicht nur mehr ein, sondern gibt seinem Investment auch die Möglichkeit, über einen langen Zeitraum seinen Wert zu steigern. Dennoch lohnt es sich in so gut wie jedem Alter, noch etwas zu tun, um die absehbare Rentenlücke zu füllen und die finanzielle Lage im Ruhestand zu verbessern.

Aktuelle Liquiditätslücken mit flowCar überbrücken

Finanzierungslücken sind kein Phänomen, das ausschließlich bei der Absicherung des Alters auftritt, oft tun sich auch im Alltag finanzielle Defizite auf. Statt im Fall eines kurzfristigen Kapitalbedarfs Dein Kfz zu beleihen, kannst Du Dein Auto bei flowCar zu Geld machen. Wie? Klicke hier für mehr Infos:

Inhalte teilen

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen