Schulden sind längst kein Randthema mehr: Steigende Lebenshaltungskosten machen sich in immer mehr Haushalten bemerkbar – und zwar nicht nur im Portemonnaie, sondern auch auf dem Konto. Zahlen des Kreditvergleichsportals Smava zufolge zeigte das Girokonto im Dezember bei jedem zehnten Deutschen ein Minus. Doch die Schuldenproblematik beschränkt sich keineswegs auf die bloße Kontoüberziehung: Gut acht Prozent der Erwachsenen hierzulande (fast 5,7 Millionen Menschen) galten 2025 als überschuldet – ein Plus von 111.000 gegenüber dem Vorjahr. Das geht aus dem aktuellen Schuldneratlas 2025 von Creditreform hervor. Dabei zeigt sich ein neuer Negativtrend: Zum ersten Mal seit 2018 ist damit die Überschuldungsquote in Deutschland wieder deutlich gestiegen. Dass es dabei nicht um kleine Summen geht, zeigen Zahlen von Destatis: Die Verbindlichkeiten von Ratsuchenden bei einer Schuldnerberatung beliefen sich 2024 im Schnitt auf 32.976 Euro.
Damit es gar nicht so weit kommt, zahlt es sich aus, frühzeitig und konsequent am Abbau der eigenen Schulden zu arbeiten. Doch wenn sich das Konto im Minus befindet, der Rahmen der Kreditkarte ausgeschöpft ist und gegebenenfalls noch der eine oder andere Kredit beispielsweise zur Finanzierung des Autos nebenherläuft, macht sich schnell Resignation breit. Wenn der Schuldenberg zu groß erscheint und man nicht weiß, wo man anfangen soll, ist es nur allzu leicht, die Dinge einfach schleifen zu lassen. Doch das muss nicht sein: Wir zeigen Dir, wie Du mit ein wenig System zu einem schuldenfreien Leben findest.
Ehrliche Bestandsaufnahme
Bevor Du Dich an die Bewältigung des Schuldenberges machen kannst, brauchst Du erst einmal einen Überblick über den Stand Deiner Verbindlichkeiten. Nimm Dir also die Zeit, um eine Liste zu machen:
- sämtliche Schulden (Auto-Finanzierung und andere Ratenkredite, Dispo, Kreditkarten, Buy-now-pay-later/Ratenzahlungen, offene Rechnungen)
- noch fälliger Restbetrag
- Zinssatz
- Mindestrate pro Monat
- Status (normal, in Verzug, bereits angemahnt, Inkasso)
Prioritäten setzen
Nicht jede Schuld ist gleich dringend. Hier kannst Du Dir eine Prioritäten-Reihenfolge setzen:
Prio 1: Existenzielles
Miete, Strom/Heizung, Lebensmittel etc. – alles, was Deine Grundversorgung betrifft, wird zuerst gezahlt.
Prio 2: Eskalationsfälle
Um Schulden, bei denen es schon zu Mahnungen gekommen ist, oder für die womöglich bereits ein Inkassoverfahren o. ä. läuft, musst Du Dich bevorzugt kümmern. Hier hilft oft schneller Kontakt und die Entwicklung eines Ratenplans.
Auch bei allen restlichen Verbindlichkeiten gilt es selbstverständlich, die notwendigen Mindestraten zu zahlen, damit Du nicht in Verzug gerätst. Doch bei jeder Möglichkeit, die Du hast, mehr als die absolute Mindesttilgung zu leisten, lohnt es sich, darüber nachzudenken, welche Vorgehensweise für Dich am besten geeignet ist. Hier gibt es zwei gängige Systeme: die Lawinen- und die Schneeballmethode.
Zwei gegensätzliche Herangehensweisen: Schneeball oder Lawine?
Immer, wenn Du mehr als das Minimum abzahlen kannst, stellt sich die Frage: In welcher Reihenfolge sollten die Schulden getilgt werden?
Die Schneeballmethode
Du fängst mit der kleinsten Schuld an, sobald diese beglichen ist, gehst Du zur nächstgrößeren über und immer so weiter. Der Vorteil: Du siehst schnell erste Erfolge, jeder erledigte Kredit ist ein Haken auf Deiner To-do-Liste, das stärkt die Motivation. Der Nachteil: Weil teure Schulden länger laufen, zahlst Du eventuell etwas mehr Zinsen.
Lawinenmethode
Hier liegt der Fokus auf den Kosten des Kredits, nicht auf dessen Höhe. Dementsprechend tilgst Du zuerst die Schuld mit den höchsten Zinsen wie zum Beispiel den Dispokredit. Ist diese abgezahlt, kommt die nächstteure dran. Dein Vorteil: Du sparst insgesamt am meisten Zinsen, das macht die Lawinenmethode zur finanziell klügsten Variante. Allerdings kann es länger dauern, bis Du den ersten Kredit „abhaken“ kannst, dies kann aus psychologischer Sicht ein Nachteil sein.
Welche Vorgehensweise die richtige für Dich ist, hängt also ganz von Dir und Deinen Bedürfnissen ab. Wenn die Motivation Deine Schwachstelle darstellt, ist die Schneeballmethode oft besser. Wenn Du möglichst viel sparen willst, ist die Lawinenmethode das Werkzeug der Wahl für Dich.
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